Physiowelle

Faszientraining

BEWEG` dich und das GLÜCK holt dich ein“ Ilona H. Hefty

Bindegewebe ist anpassungsfähig! Auf andauernde Belastung wird es fester. Es besteht hauptsächlich aus Wasser, Kollagen, Zucker-und Eiweißverbingungen. Es verwebt sich zu Taschen, Beuteln, Umhüllungen, Strängen und durchzieht dabei den gesamten Körper von oben bis unten, von außen bis innen, von vorn bis hinten.

Das Kollagen im Bindegewebe ermöglicht Anpassung durch Veränderung von Länge, Stärke, Gleitfähigkeit.

Faszientraining hilft bei der kollagenen Erneuerung und zur Entwicklung eines geschmeidigen Fasziennetzes.

Bei jungen Leuten hat das Fasziennetz eine Wellenstruktur und weist eine bidirektionale scherengitterartige Netzstruktur auf. Das ermöglicht eine gute Elastizität. Bei älteren Menschen und Menschen mit wenig Bewegung fehlen häufig dynamische Dehnbelastungen, somit verliert das Netz an Elastizität. Es kommt zur Bildung von Crosslinks (Verklebungen, Adhäsionen). Das Ziel ist eine Verbesserung der Elastizität mittels spezieller Techniken.

Mutidirektionale Dehnungen in Kombination mit elastischen Federungen führen zum Erfolg.

 

Jeder Grundfunktion der Faszie wird eine Übungsform zugeordnet:

  • FORMEN durch Dehnen
  • BEWEGEN durch Federn
  • KOMMUNIZIEREN durch Spüren
  • VERSORGEN durch Beleben

Vier Bereiche:

  • fascial stretch
  • rebound elasticity
  • fluid refinement
  • fascial release

Grundsätze:

  • Vordehnung : elastische Rückfederung, Katapult Effekt
  • Federnde Bewegung
  • in langen Ketten arbeiten: dynamische Dehnung ohne Haltemoment, keine isolierte Muskeldehnung
  • weniger ist mehr! Geduldige Regelmäßigkeit!
  • Propriozeptives Refinement: abwechslungsreiche Stimulation, kleine und große Bewegungen variieren
  • dynamische Hydration (Fascial Release): gesunde Faszien sind feucht, schlüpfrig und haben eine gute Gleitfähigkeit